Unsere Schweißverfahren

Die Zahl der Schweißverfahren wuchs seit dem 18.Jh. stetig, heute sind über 100 Schweißverfahren bekannt. Und die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen.

Schweißen von Metallen ist eine uralte Technik. Bereits um 3000 v. Chr. verbanden die Sumerer Gold, Silber und Kupfer thermisch miteinander. Im Laufe der Jahrhunderte haben Handwerker die Technik des Feuerschweißens weiter verfeinert, es wurden im Mittelalter u.a. Waffen, Kunstgegenstände, Rüstungen und Kettenhemden gefertigt.
Mit Beginn der Industrialisierung stellte man an die Schweißverbindungen jedoch ganz andere Anforderungen. Nach der Entdeckung wichtiger Gase entstand das  Gasschweißen.

WIG Wolfram-Inertgasschweißen

Das WIG-Schweißen ist ein Schmelzschweißverfahren, bei dem das Material durch einen Lichtbogen, der zwischen einer nicht abschmelzenden Wolfram-Elektrode und dem Werkstück brennt, geschmolzen wird. Die Schmelze wird durch ein inertes Gas (Argon, Helium) vor dem  Luftsauerstoff geschützt.

MIG/MAG-Schweißen

Es handelt sich hier um ein universelles Schweißverfahren, das sich mit einer hohen Schweißnahtfestigkeit gerade auch im Dünnblechbereich (Stahl, Edelstahl, Aluminium) auszeichnet.

Beim MIG/MAG-Schweißen (MIG/MAG = Metall-Inert-Gas; reaktionsträge Gase / Metall-Aktiv-Gas; aktive Gase) brennt der elektrische Lichtbogen zwischen dem automatisch zugeführten, abschmelzenden Schweißdraht und dem Werkstück. Der Lichtbogen wird durch ein separat zugeführtes Gas geschützt.

Punktschweißen

Punktschweißen, auch Widerstandspunktschweißen, wird zur unlösbaren Verbindung von Stahlblechen von uns in den Bereichen Lebensmittelindustrie, Trinkwasseraufbereitung, chemische Industrie, sowie Geräte- und Anlagentechnik eingesetzt. Die elektrisch leitfähigen Werkstücke werden durch einen fließenden elektrischen Strom bis zum Aufschmelzen erhitzt. Nach der Wiedererstarrung der Schmelze entsteht eine Schweißverbindung.

Bolzenschweißen

Das Bolzenschweißen gewährleistet dauerhafte Verbindungen von bolzenförmigen Elementen (z. B. Gewindebolzen, Stifte) mit größeren Bauteilen, wie z. B. Gehäusen. Gerade hier zeigt sich einer der Vorteile vom Bolzenschweißen, wenn das Bauteil nur einseitig zugänglich ist. Mit Hilfe eines gezündeten Lichtbogens zwischen der Stirnseite des Bolzen und dem Werkstück werden beide Teile lokal angeschmolzen und unter geringem Anpressdruck gefügt. Es ist eine vollflächige Verbindung entstanden.

 

zurück